Die Entstehung des Rheingrabens
In der Trias- und Jurazeit (vor ca. 50 Mio Jahren) gab es in der Region Süddeutschland bis Frankreich einen großen Sedimentationsraum, in dem Schichten von Buntsandstein und weißem Jura abgelagert wurden.
Ende der Jurazeit (ca. vor 40 Mio Jahren) hob und wölbte sich dieses Schichtenpaket; und zwar genau dort, wo sich heute der Oberrheingraben befindet. An der Stelle des heutigen Rheingrabens entstanden Spannungen, die vor ca. 30 Mio. Jahren zu Rückbildungen der überlagerten Schichtenplatten führten. Der Graben riss soweit auf, dass das ganze Gebiet absank und sogar zweimal vom Meer überflutet wurde.
Dieser Prozess ging so langsam vor sich, dass die angrenzenden Berge Vogesen und Schwarzwald schon während ihrer Entstehung durch exogene Kräfte wie Wasser und Wind wieder abgetragen wurden und sich als Sedimentgestein im Rheingraben ablagerten. Im Großraum Heidelberg (Angrenzung Odenwald), wo der Graben besonders tief war und die Flanken besonders hoch, konnte enorm viel Gestein abgetragen werden. Dort ist auch das Gebirge durch die schon genannten exogenen Kräfte an manchen Stellen bis zum Granit abgetragen worden.

Die Entstehung des Schwarzwaldes
Die Grundgesteine des Schwarzwaldes gehören zu den ältesten Gebirgen Deutschlands. Die Entstehung begann vor mehr als 200 Mio. Jahren. Als vor mehr als 50 Mio. Jahren die Auffaltung der Erdkruste zur Bildung der Alpen führte, waren die Gebirgszüge des Schwarzwaldes und der Vogesen noch ein gemeinsames Bergmassiv. Die abwechslungsreichen Landschaftsformen im gesamten Schwarzwald sind anschließend die Folge der Entsstehung des Oberrheingrabens, der zwischen Basel und Mainz entstand. Mit Beginn der Erdneuzeit entstand vor rund 65 Mio. Jahren das heutige Mittelgebirge durch Hebungen bis auf 1100 m. Gleichzeitig senkte sich der heutige Oberrheingraben zwischen Basel und Mainz ab. In den dann folgenden Jahrtausenden wurden die überlagernden Schichten aus Sandstein und Kalk durch Gletscher, Eis- und Geröllmassen sowie Wind und Fließgewässer abgetragen und rutschten zum Teil seitlich ab, so dass in Teilbereichen des Schwarzwaldes das einstige Grundgestein erneut an die Oberfläche kam. Diese Granite und Gneise prägen heute noch große Teile des Schwarzwaldes.
Die erste schriftliche Überlieferung und älteste Bezeichnung des Schwarzwaldes findet sich beim römischen Geschichtsschreiber Tacitus. Er nannte in seinen Schriften um ca. 55 n.Chr. den Schwarzwald "Abnobae", identisch mit der römischen "Waldgöttin Abnoba".

Naturpark Schwarzwald
Der Charakter des Schwarzwald-Naturparkes Kniebis angrenzend an das Einzugsgebiet unseres Quell- und Brunnengebietes in Griesbach hat in erster Linie den Schutz von Pflanzen und ihrer weitgehend intakten Lebensräume zum Ziel. Außerdem steht die Bewahrung natürlicher Gegebenheiten und Prozesse im Vordergrund. Die menschlichen Eingriffe sollen in diesen Schutzgebiet auf ein Mindesmaß reduziert werden.
Im Schoß des Naturschutzgebiets
Reine Wässer sind tief und für den reinen Hochgenuss muss man in die Tiefe gehen. Unter Tiefenwasser versteht man eine besonders tief liegende Wasserschicht. Sie bildet sich in vielen Jahrzehnten aus Niederschlagswasser, das sich zu Grundwasser sammelt und langsam in den Untergrund versickert. Unsere Quellen sind deshalb bis zu 200 Meter tief.
